«Jokey» ist die in Wien um 1870 übliche Schreibweise für «Jockey». Der Begriff «Jockey» für eine Person, die in Pferderennen reitet, ist seit dem 17. Jahrhundert gebräuchlich. Professionell betriebener Pferdesport war im 19. Jahrhundert auch in Wien sehr beliebt. Die «Jokey-Polka» (schnell) ist Josef Strauss’ letzter kompositorischer Beitrag zur Gattung der Polka schnell. Das Werk entstand vermutlich im Fasching 1870. Die erste Aufführung fand am Donnerstag, dem 10. März 1870 im Rahmen eines Promenade-Konzerts der Brüder Josef und Eduard Strauss im «Cur-Salon» im Stadtpark statt. Die Ankündigung im «Fremden-Blatt» vom selben Tag weist ausdrücklich auf die Novität hin: «Neu, zum ersten Male: ‹Jokey-Polka› schnell v. Josef Strauß». Ein paar Tage später, am Sonntag, dem 13. März 1870, im neuen großen Saal der Gesellschaft der Musikfreunde, konnten die Besucher einer «Carnevals-Revue», dem ersten Promenade-Concert der Brüder Josef und Eduard Strauss unter Mitwirkung von Johann Strauss, die «Jokey-Polka» (schnell) nochmals hören. Offensichtlich gefiel das Werk dem Publikum, denn Josef und Eduard Strauss setzten es bereits am 17. März bei einem «Carnevals-Novitäten-Concert» und am 23. März bei einem «Novitäten-Concert» wieder auf das Programm. Beide Veranstaltungen fanden im «Cur-Salon» im Stadtpark statt. Eine Klavierausgabe und Orchesterstimmen erschienen noch 1870 im Wiener Musikverlag von Carl Anton Spina, allerdings erst nach dem überraschenden Ableben von Josef Strauss am 22. Juli 1870.
Freitag, 01. Mai 201511.00 Uhr Wien ⁄ Musikverein ⁄ Großer Saal
Konzert zum Staatsfeiertag im Goldenen Saal
Alfred Eschwé Dirigent Anita Götz Sopran
Programm Johann Strauss (Sohn) : Ouvertüre zur Operette «Indigo und die vierzig Räuber» Gaetano Donizetti : Arie der Norina «So anch'io la virtú», aus der Oper «Don Pasquale» Josef Strauss : Künstler-Gruss / Polka française op. 274 Josef Strauss : Jokey-Polka / Polka schnell op. 278 Josef Strauss : Delirien / Walzer op. 212 Johann Strauss (Sohn) : «Glücklich ist, wer vergisst!» Polka Mazurka op. 368 Giacomo Puccini : Arie der Lauretta «O mio babbino caro», aus der Oper «Gianni Schicchi» Johann Strauss (Sohn) : Rathhaus-Ball-Tänze / Walzer op. 438 Pause Franz von Suppè : Ouvertüre zur Operette «Pique Dame» Johann Strauss (Sohn) : Arie der Annina «Was mir der Zufall gab» aus der Operette «Eine Nacht in Venedig» Johann Strauss (Sohn) : Freuet euch des Lebens! / Walzer op. 340 Johann Strauss (Sohn) : Kaiser Franz Josef I. Rettungs-Jubel-Marsch op. 126 Johann Strauss (Sohn) : Künstler-Quadrille op. 201 Johann Strauss (Sohn) : Tik-Tak / Polka schnell op. 365 Franz Lehár : «Meine Lippen, sie küssen so heiß», Lied aus der Operette «Giuditta» Franz Lehár : Gold und Silber / Walzer op. 79 Zugabe Johann Strauss (Sohn) : Auf der Jagd / Polka schnell op. 373 Johann Strauss (Vater) : Radetzky-Marsch op. 228
Hinweis: Wenn Sie weitere Fragen rund um unsere Musikvereins-Konzerte haben, besuchen Sie bitte den FAQ-Bereich unserer Webseite. «Orchester-Diner Johann Strauss» Genießen Sie nach dem Konzert das exklusive «Orchester-Diner Johann Strauss» im Hotel Imperial. Weitere Informationen zu diesem Angebot finden Sie HIER Wissenschaftliche Kooperation: Teile des Programmes entstanden in Kooperation mit dem Zentrum für Zeitgenössische Musik der Donau-Universität Krems und der Sammlung Mailer / Strauss-Archiv.
Wien ⁄ Musikverein ⁄ Großer Saal Musikvereinsplatz 1 1010 Wien Österreich Webseite Saal Information Anreise Information Ort auf Karte anzeigen
Dieses Konzert wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von:
Gesellschaft der Musikfreunde Wien
Wien Kultur
Thomastik Infeld Wien
Hotel Imperial Wien
Medienpartner:
Sammlung Mailer / Strauss Archiv
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