Die Schnellpolka «Stürmisch in Lieb‘ und Tanz» stammt aus dem Vorrat an kostbaren Melodien, die Johann Strauss (Sohn) in der Operette «Das Spitzentuch der Königin» verwendet hat. Das Seltsame ereignete sich, dass diese Polka- und Walzerweisen, die bei der wenig erfolgreichen Uraufführung der Operette am 1. Oktober 1880 im Theater an der Wien versagt hatte, bei ihrem Erklingen in den Ballsälen und im «Goldenen Saal» der Gesellschaft der Musikfreunde mit Begeisterung aufgenommen worden sind. Johann Strauss (Sohn) verwendete Motive aus einer Chorszene («Stiergefecht in der Sierra de Suazzo») für die Schnellpolka, die er für den Ball der Journalisten- und Schriftstellervereinigung «Concordia» brauchte, um im Tanzrepertoire dieses Festes mit der traditionellen Widmung vertreten zu sein. Den Titel erfand der Komponist «den Herren Rezensenten» zuliebe. Ob diese dem Anspruch gerecht geworden sind und in der Ballnacht vom 22. zum 23. Februar 1881 wirklich stürmisch waren in Lieb‘ und Tanz, ist nicht überliefert. Hier schweigt des Chronisten Höflichkeit.
Johann Strauss (Sohn) : Stürmisch in Lieb' und Tanz / Polka schnell op. 393 © by WJSO-Archive
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