Am 12. Oktober 1851 hat Johann Strauss die Musikfreunde Wiens zu einem Benefizkonzert in den Volksgarten eingeladen. Der junge Musikdirektor, der damals noch tief im Schatten seines im September 1849 plötzlich verstorbenen Vaters stand, gab sich große Mühe, das Promenadenfest im Stil seines Vorbilds zu gestalten. Er sorgte daher für eine sensationelle Devise und für eine entsprechende Dekooration und Beleuchtung im Volksgarten-Areal. Den Besuchern wurde eine «Wanderung in den Feuerozean» in Aussicht gestellt, und dementsprechend erhielt der für diesne Anlass komponierte Walzer den frappierenden Titel: «Mephistos Höllenrufe». Das Publikum – mehr als 3000 Besucher hatten sich im volksgarten eingefunden – erkannte wohl spontan, dass dieser schwungvolle, glänzend gegliederte und mit souveränem Können instrumentierte Walzer ein Meisterwerk darstellte, das den besten Kompositionen von Johann Strauss (Vater) an die Seite gestellt werden konnte. Im Bericht der «Theaterzeitung» vom 14. Oktober 1851 hieß es daher, dass die Walzerpartie «Mephistos Höllenrufe» wegen ihrer «effektvollen und originellen Weise und wegen ihrer brillanten Instrumentierung» eine so günstige Aufnahme gefunden habe, dass Strauss sie dreimal wiederholen musst. Der Verleger Carl Haslinger hat das Werk zwar erst am 5. Februar 1852 in den damals üblichen Druckausgaben herausgebracht, doch musste er mehrere Auflagen veranstalten. «Mephistos Höllenrufe» verhallten als nicht ungehört in den Archiven!
Text: Prof. Franz Mailer
Mittwoch, 11. Mai 202218.30 Uhr Linz ⁄ Brucknerhaus
Frühlingsgrüße aus Wien
Alfred Eschwé Dirigent
Programm Johann Strauss (Sohn) : Ouverture zu «Die Fledermaus» Johann Strauss (Sohn) : Gruß an Wien / Polka française op. 225 Johann Strauss (Sohn) : Vom Donaustrande / Polka schnell op. 356 Johann Strauss (Sohn) : Donauweibchen / Walzer op. 427 Johann Strauss (Sohn) : Stadt und Land / Polka mazurka op. 322 Eduard Strauss I : Unter der Enns / Polka schnell op. 121 Josef Strauss : Dorfschwalben aus Österreich / Walzer op. 164 Pause Franz von Suppè : Ouverture zu «Leichte Kavallerie» Johann Strauss (Sohn) : Mephistos Höllenrufe / Walzer op. 101 Johann Strauss (Sohn) : Lucifer-Polka op. 266 Johann Strauss (Sohn) : Künstler-Quadrille op. 201 Johann Strauss (Vater) : Seufzer-Galopp op. 9 Johann Strauss (Sohn) : An der schönen blauen Donau / Walzer op. 314
Linz ⁄ Brucknerhaus Untere Donaulände 7 4010 Linz Österreich Webseite Saal Information Anreise Information Ort auf Karte anzeigen
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